Natursekt (Golden Shower)

Definition Natursekt, auch Golden Shower genannt, ist eine Form des Watersports im BDSM, bei der Urin als erotisches Element verwendet wird – meist indem der/die Dominant*in auf den/die Submissive uriniert oder umgekehrt. Es geht um Demütigung, Markierung, Intimität und das Brechen eines starken Tabus. Natursekt ist hochgradig psychologisch und körperlich intim und immer streng einvernehmlich.

natursektTypische Varianten

  • Golden Shower: Dominant*in uriniert auf den Körper (Brust, Bauch, Genitalien, Gesicht)
  • Drinking: Sub trinkt den Urin direkt oder aus einem Gefäß
  • Marking: Urin als „Besitzmarke“ auf Kleidung oder Haut
  • Bath: Sub liegt in der Badewanne und wird überschwemmt
  • Mouth Play: Urin in den Mund, oft mit Spucken oder Schlucken
  • Roleplay: kombiniert mit Petplay, Humiliation oder Toilet Training
  • Mutual: seltener, beide geben und empfangen

Warum Natursekt so intensiv ist Für den/die Sub:

  • Ultimative Demütigung: „Du machst mich zu deiner Toilette“
  • Tabubruch: das Verbotene wird erotisch
  • Markierung: Gefühl von Besitz und Hingabe
  • Sinnliche Wärme und Nähe

Für den/die Dom:

  • Absolute Macht: Kontrolle über ein grundlegendes Bedürfnis
  • Markierung als Besitzakt
  • Intimität durch das Teilen eines Tabus
  • Oft verbunden mit starker Erregung durch die Unterwerfung

Sicherheit & Hygiene – absolut priorisiert

  • Beide gesund: keine Harnwegsinfekte, STIs oder Nierenprobleme
  • Viel trinken: Urin sollte klar und gerucharm sein
  • Nie bei offenen Wunden oder in Augen (Infektionsgefahr)
  • Trinken nur in Maßen: Urin ist steril, aber nicht isotonisch – max. kleine Mengen
  • Dusche danach: gründlich abwaschen
  • Safeword gilt immer – Demütigung kann emotional überwältigend sein
  • Aftercare intensiv: duschen, kuscheln, Bestätigung – Drop möglich
  • Kein Zwang: Natursekt muss für beide erregend sein

Zusammenfassung Natursekt ist eine der tabuisertesten Praktiken im BDSM – er verwandelt ein alltägliches Bedürfnis in einen Akt von Macht, Demütigung und tiefer Intimität. Hier wird das Verbotene zur Lust. Deshalb sagen viele Bottoms nach einer Session mit zitternder Stimme: „Wenn dein warmer Strahl auf mich trifft und du mich markierst, fühle ich mich nicht erniedrigt – sondern endlich dein: gezeichnet, besessen, und in diesem Tabu dir näher als je zuvor.“